Was ist der Salon éphémère?

Der Salon éphémère ist eine begehbare Installation. Vom 27.11.-10.12.2020 versammelte der Salon éphémère in der Galerie Textor 74, in Frankfurt / Sachsenhausen Gebrauchsgrafik, Illustrationen und Objekte des Alltags aus den 1920er Jahren bis heute. Darüber hinaus wurden Zeichnungen und Collagen von Kathrin Grün präsentiert. Im Ephemera Pop-up Store konnten Vintage Aufkleber, Etiketten und Buchschilder, Pillenschachteln und original verpackte Gebrauchsgegenstände sowie Editionen und Postkarten (Reproduktionen in limitierter Auflage) käuflich erworben werden.

Der Salon éphémère würdigt das Flüchtige: Unter Ephemera versteht man Gebrauchsgrafiken – Eintrittskarten, Flyer, Werbeprospekte u.ä. – funktionale Artefakte, die nach einmaliger Verwendung für den Papierkorb bestimmt sind. Aufgrund ihrer herausragenden Gestaltung und ihres dokumentarischen Wertes sind viele Objekte zu begehrtem Sammelgut geworden. In Großbritannien und den Vereinigten Staaten haben sich im späten 20. Jahrhundert Ephemera Societies gegründet. Das Museum für angewandte Kunst in Wien besitzt eine umfangreiche Sammlung von Ephemera, die im Bildband "Ephemera. Gebrauchsgrafik der MAK-Bibliothek & Kunstblättersammlung" präsentiert wird.